#kostbaresplastikfasten: Einkaufen

24.02.2021










Wir kaufen mehr als wir konsumieren, davon das meiste in Plastik verpackt. Wir entscheiden uns für die Produkte, die aus dem anderen Teil der Welt importiert werden und die Produkte, die lokal produziert werden, werden dagegen exportiert. Hier läuft offensichtlich etwas falsch. Willst du etwas verändern und ins plastikfreie Einkaufen einsteigen? Hier findest du unsere Tipps der Woche.

Tag 8: Plastikfreie wiederverwendbare Einkaufstasche

Das Mitbringen der eigenen Einkaufstasche scheint logisch – es ist nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger, als bei jedem Einkauf neue Tüten zu kaufen und sie zu Hause zu entsorgen. Falls du doch eine Tüte vergessen hast und vor Ort kaufst, werfe sie nicht sofort weg – lieber aufbewahren und wiederverwenden. Aber noch besser: Lasse ab sofort einfach immer einen Beutel in deinem Rucksack. So hast du für jeden noch so spontanen Einkauf deine Tasche dabei.

Tag 9: Einkaufsvorbereitung

Nachdem du deine Einkaufstasche nun immer parat hast, brauchst du für deinen plastikfreien Einkauf noch Gläser, Jutebeutel, Zuziehbeutel oder Netze für Obst und Gemüse. Dies wird im Supermarkt oft lose verkauft. Für den Transport zur Kasse oder nach Hause werden trotzdem Plastiktüten angeboten. Diese Tüten sind alles andere als nachhaltig. Sie werden – ähnlich wie die Einkaufstaschen – nur kurzzeitig verwendet und landen dann direkt im Müll. Deshalb bringe deine eigenen Beutel mit. Alte Einmachgläser und Aufbewahrungsgläser sind optimal für die Lagerung der Lebensmittel. Also fleißig sammeln, auswaschen und einkaufen.

Tag 10: Einkaufsplanung

Wenig Zeit, viel Hunger und schlechte Laune? Dann ist es keine gute Idee einkaufen zu gehen. In diesem Zustand schnappst du dir alles Mögliche. Spontankäufe sind fast immer in Plastik verpackt und meistens kauft man zu viel. Kein Essen für die Tonne! Deswegen: Vor dem Einkaufen besser planen. Schau in deinen Kühlschrank und deinem Vorratsregal und überlege, wo du deine benötigten Lebensmittel lose, unverpackt oder zumindest plastikfrei kaufen kannst. Notiere alles auf deiner Einkaufsliste. So vergisst du nichts und neigst weniger zu „Lustkäufen“.

Tag 11: Unverpackt einkaufen

Unverpackt einkaufen fällt manchmal schwer, da im Supermarkt fast alles in Plastik eingeschweißt ist. Aber wenn man bewusst einkauft, kann man sogar im Supermarkt jede Menge Verpackungsmüll vermeiden. Wenn es also keinen Unverpackt-Laden in deiner Nähe gibt, dann achte auf folgendes:

·       Supermärkte mit verpackungsfreier Gemüsetheke aufsuchen.

·       Fleisch, Fisch und Käse an der Theke in die eigene Dose füllen lassen.

·       Milch und Joghurt im Mehrwegglas kaufen.

·       Weniger Fertigprodukte kaufen, dafür mehr selber machen. Denn Rohstoffe wie Mehl, Zucker und Eier sind weniger in Plastik verpackt als das Fertigprodukt wie Kekse oder Gebäck.

Eine Alternative ist ein Unverpackt-Laden. Recherchiere, ob es so einen Laden in deiner Umgebung gibt. Wir freuen uns über deinen Besuch in der kostBAR-unverpackt oder in einem anderen Laden deines Vertrauens. Hier kannst du deinen kompletten Einkauf verpackungsfrei erledigen. Du sparst nicht nur Plastikmüll, sondern kaufst auch ökologisch, nachhaltig und regional ein. Denke an deine gesammelten Behältnisse und Beutel, mach dich auf den Weg zu uns oder anderen Unverpackt-Läden und erlebe das Gefühl eines plastikfreien Einkaufs.

Tag 12: Regional und saisonal Einkaufen

Erdbeeren im Winter und Wassermelone im Februar? Im Supermarkt (und sogar auf dem Markt) ist fast alles möglich. Wie gesund und nachhaltig ist das? Um den langen Transportweg überleben zu können, werden Obst und Gemüse mit Chemikalien behandelt. Der große Anteil an Vitaminen geht dabei verloren. Der Anbau in Gewächshäusern und die Lagerung sind energieintensiv. Die nachhaltigere Lösung ist, Transportwege zu verkürzen und sich regional von den Lebensmitteln der Saison zu ernähren. Du weißt nicht was Saison hat? Dann schau hier nach. Mittlerweile gibt es auch tolle immerwährende Saisonkalender, die dir nicht nur bei deiner Einkaufsplanung helfen, sondern auch deine Küche schmücken werden.

Tag 13: Wochenmarkt

Ein Wochenmarkt ist eine gute Alternative zum Supermarkt. Auf dem Markt bekommst du immer frisches Obst und Gemüse, Käse, Fleisch und andere Leckereien. Vergiss auch hier deine Beutel, Netze, Einkaufstaschen und Dosen nicht und denke an regionale und saisonale Produkte. Bevorzugst du Lebensmittel in Bio-Qualität, dann achte auf das Angebot des Marktstandes. Auf größeren Märkten gibt es oft Stände von Bioland Höfen, die ausschließlich Obst, Gemüse und Eier in Bio- oder auch demeter-Qualität verkaufen.

Tag 14: Alte Muster

14 Tage unserer #plastikfasten-Kampagne sind nun rum. Du hast deine Küche und deinen Einkauf ein Stück plastikfreier gestaltet. Toll, dass du dich auf den Weg gemacht hast und unsere Challenge als Startschuss nimmst. Nun ist es wichtig, dass du deine Erfolge fortführst, um dich in der Küche und beim Einkauf stetig etwas plastikfreier einzurichten. Eine Idee ist, dass du dir bereits am Wochenende überlegst was du in der darauffolgenden Woche kochen möchtest. So kannst du dir eine Einkaufsliste schreiben und überlegen wo du die Lebens- und Gebrauchsmittel verpackungsfrei bekommen kannst. Das spart am Ende Zeit und auch Geld – zwei Dinge, die wir doch alle gut gebrauchen können.

Wenn du diese kleinen Schritte gehst, machst du insgesamt einen großen Unterschied, denn beim Einkaufen lässt sich viel Einwegplastik vermeiden. Und vergiss nicht: Angebot=Nachfrage. Wenn es keine Nachfrage nach Plastikverpackungen gibt, wird es auch irgendwann keine mehr geben.

Nächste Woche gehen wir ins Bad. Du bekommst Tipps und Ideen für weniger Plastik in deiner Wellnessoase. Stay tuned!

#kostbaresplastikfasten: Küche









Heute beginnt die Fastenzeit und das ist der Startschuss für unsere #plastikfasten-Kampagne. Die kommenden 40 Tage möchten wir gemeinsam mit dir Stück für Stück auf Einwegplastik verzichten. Dazu stellen wir wöchentlich unterschiedliche Lebensbereiche vor – wir beginnen in der Küche, machen weiter beim Einkauf, gehen rüber ins Bad, weiter zu den Reinigungsmitteln bis hin zu Upcycling und Kleidung. Du bekommst von uns Anregungen, Tipps und praktische Alltagskniffe, die du sofort umsetzen kannst.

Heute widmen wir uns der Küche! Denn so viel Müll wie hier wird nirgendwo produziert. Spülschwämme, Kaffeekapseln, Wasser in Plastikflaschen. Die Liste könnte ewig weitergehen. Auf das meiste davon können wir problemlos verzichten. Wie du damit anfängst, erfährst du diese Woche.

Tag 1: Leitungswasser

Ab jetzt vergisst du deine Glas- oder Edelstahlflasche nicht mehr zu Hause. Denn damit gibst du Leitungswasser eine Chance. 46 Millionen Plastikflaschen am Tag könnten so allein in Deutschland eingespart werden. Trinkwasser aus dem Hahn ist in Sachen Nachhaltigkeit unschlagbar. Und es ist so einfach!

Tag 2: Küchenrolle

Die Küchenrolle: Sie ist unglaublich praktisch und man kann sich dieses Produkt gar nicht mehr aus der Küche wegdenken. Aber an sich ist es ein reines Wegwerfprodukt. Zudem werden für die Produktion einer Küchenrolle viele Ressourcen verbraucht. Eine nachhaltigere Alternative sind waschbare Bambustücher oder wiederverwendbare Tücher aus Stoff, die du auch super selbst herstellen kannst. Die Küchenrolle bekommst du in der kostBAR-unverpackt. Die wiederverwendbaren Tücher aus eigener Herstellung werden in der fünften Fastenwoche ‚Upcycling & DIY‘ nochmal thematisiert. Natürlich müssen die Stoffservietten gewaschen werden, aber der Wasserverbrauch beim Waschen ist deutlich geringer als bei der ständigen Neuproduktion.

Tag 3: Kaffee

Du gehörst bisher auch zu den Kaffekapsel-Liebhabern? Dann kommt hier eine erschreckende Zahl: Mehr als drei Milliarden Kaffeekapseln verbrauchen wir in Deutschland pro Jahr. Damit einher geht das Problem des Aluminiumabbaus der Kapsel. Das Aluminium ist nicht biologisch abbaubar und zerstört ganze Ökosysteme. Hinzu kommt, dass die Kapseln normalerweise aus Neumaterial hergestellt werden, denn der Recyclingprozess ist viel zu aufwändig. Die beste Alternative sind Kaffeebohnen. In der kostBAR bekommst du die Bohnen von der Kater’s Kaffeerösterei aus Steinfurt, die fair gehandelt und/oder aus nachhaltigem Anbau stammen. Natürlich kannst du sie dir auch für sämtliche Zubereitungsarten mahlen. Auch das Zubehör wie einen Handfilter, eine French Press oder auch Stoffkaffeefilter gibt es bei uns. Du wirst deinen Kaffee ab sofort noch mehr lieben als sonst.

Tag 4: Schwamm und Spülbürste

Die fieseste Kruste im Topf entfernst du eigentlich immer mit einem Plastikschwamm? Probiere stattdessen doch mal einen Schwamm aus Kokosfasern, einem Abfallprodukt, das bei der Produktion von Kokosöl etc. im Müll landet. Er ist zu 100% plastikfrei. Eine sinnvolle und nachhaltige Anschaffung für deine plastikfreie Küche. Und wenn du bisher noch keine Spülbürste aus Holz hast, wird es auch hier höchste Zeit. Bürstenköpfe kannst du ersetzen, der Stiel bleibt. Eine tolle Alternative zu den Plastiksachen.

Tag 5: Tee

Heute ersetzen wir Beuteltee gegen losen Tee im Teesieb, in der Kanne oder im Ei. Denn der Teebeutel ist ein Wegwerfprodukt. Viele der Teebeutel sind leider nicht kompostierbar und enthalten Plastik. Losen Tee bekommst du in der kostBAR – frei von Plastik, qualitativ besser als Tee im Teebeutel und 100% kompostierbar.

Tag 6: Frischhaltefolie und Backpapier

Schüsseln nachhaltig abdecken und Lebensmittel ohne Plastik einpacken? Mit Bienenwachstüchern ist das möglich. Sie sind quasi deine wiederverwendbare Frischhaltefolie und schmeißen unnötigen Plastikmüll aus deiner Küche. Auch Backpapier kannst du leicht aus deinem Schrank entfernen. Oftmals reicht es nämlich aus, wenn du das Blech einfettest und bestäubst. So vermeidest du das Einwegprodukt. Solltest du doch eine ‚Unterlage‘ benötigen, besorge dir eine wiederverwendbare Backmatte oder nutze kompostbierbares Backpapier ohne Plastik.

Tag 7: Food Waste

Unser verschwenderischer Umgang mit Lebensmitteln hat dazu geführt, dass 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Wert von circa 25 Milliarden Euro im Müll landen. Daran sind alle schuld: Hersteller, Konsumenten, Handel – es wird zu viel produziert, verkauft, gekauft und weggeworfen. Vieles davon ist sogar originalverpackt und ungenutzt. Was kannst du dagegen tun? Frage dich: Was und wieviel brauche ich? – nur dann kaufen. Und: Gehe sorgsamer mit Produkten umgehen. Übrig gebliebene Speisen in geschlossenen Behältern einfrieren, überreifes Obst für Kompott, Marmelade oder Kuchen verwenden. Werde Kreativ und improvisiere tolle Gerichte. Hinterfrage das MINDESThaltbarkeitsdatum und vertraue deinen Sinnen. Mehr zu diesem Thema gibt es nächste Woche beim ‚Einkaufen‘.

Wir hoffen, dass deine Küche nach der ersten Woche ein Stück müllfreier geworden ist. Unsere Tipps sind darauf ausgerichtet mehr Leichtigkeit in dein Leben zu bringen, mehr Platz um dich herum zu schaffen und dadurch die Umwelt zu schonen. Teile deine Erfahrungen gerne unter dem #kostbaresplastikfasten. Wir freuen uns auf deine Beiträge und Umsetzungen.

Nächste Woche geht’s weiter mit Tipps und Anregungen für ein plastikfreies Einkaufen. Stay tuned!


 
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