#kostbaresplastikfasten: diy und upcycling

17.03.2021

4 Wochen #kostbaresplastikfasten sind rum. Grund genug ein Zwischenfazit der vergangenen 28 Tage zu ziehen: Begonnen hast du mit einer müllfreieren Küche und weniger Einwegverpackungen beim Einkaufen, weiter ging es mit Tipps und Ideen für die Umstellung im Bad, gefolgt von der Reinigungsecke, die wir von umweltschädlichen Putzmitteln befreit haben. Du hast dich in den letzten Wochen damit auseinandergesetzt in welchen Bereichen du Verpackungen einsparen und bewusster konsumieren kannst. Toll, dass du dich auf den Weg gemacht hast und unsere Challenge als Startschuss nimmst. Sei stolz auf dich und mache weiter!

Heute widmen wir uns den Dingen, die du bereits zu Hause hast und in der Vergangenheit vielleicht im Müll gelandet sind. Ist dir der Begriff „Upcycling“ bekannt? Es ist die Wiederverwendung von bereits vorhandenem Material in einem neuen Zusammenhang, um Rohstoffe zu sparen und einen neuen nützlichen Gegenstand zu erschaffen. Warum also wegwerfen? Alles kann eine Verwendung finden. Und dazu möchten wir dir Inspirationen und Ideen geben.

Tag 29: Anzuchtgefäße

Klopapierrollen und Eierkartons hat doch jeder von uns zu Hause. Oft landen sie im Müll. Zu Unrecht finden wir, weil sich sowohl Karton als auch Rolle für viele andere Dinge eignet. Anzuchtschalen aus Eierkartons kannst du total schnell selber basteln. Einzige Voraussetzung ist, dass die Verpackung möglichst ungefärbt sein sollte, weil sonst Farbpigmente in die Erde gelangen können. Du befüllst die Schälchen mit Erde und Samen und fertig ist dein Anzuchtgefäß.

Eine andere Möglichkeit sind Klorollen. Du faltest die Rolle an einer Seite zweimal gegengleich, schneidest die vier entstandenen Knickstellen gut einen Zentimeter tief ein und faltest die Seiten dann wie die Stufen einer Treppe nach innen. Die letzte Treppenstufe schiebst du unter die erste und dein Töpfchen hat ohne Kleber oder andere Hilfsmittel einen festen Stand.  Nur noch Erde einfüllen und schon kannst du mit dem Gärtnern beginnen. Beim täglichen Gießen solltest du jedes Pflänzchen einzeln begießen, so vermeidest du allzu starkes Aufweichen und als Folge Schimmelbildungen.

Mit den Anzuchtschalen tust du was Gutes für die Umwelt, verschwendest nicht unnötig Geld und Ressourcen, weil du „Müll“ für einen sinnvollen Zweck wiederverwendest. Das passende Saatgut bekommst du bei deinem nächsten Einkauf in der kostBAR-unverpackt.

Tag 30: Zuziehbeutel nähen

Alte Hemden und Stoffreste sind bei dir bisher im Altkleidersack gelandet? Sie eigenen sich besonders gut für das Nähen von Baumwollbeuteln. Für einen unverpackten Alltag sind die Beutel nämlich unverzichtbar. Sie sind leicht, brauchen wenig Platz und eignen sich perfekt für den Transport von Lebensmitteln. Ein passendes Zugband kannst du aus Garnresten vom Häkeln oder Stricken herstellen. Auch Geschenke kannst du sinnvoll und nachhaltig in den Beuteln verpacken.

Tag 31: Kaffeesatz als Peeling

Für neue Frische und einen angenehmen Koffein-Kick verwende getrockneten Kaffeesatz. Auch etwas, das oft im Müll landet obwohl es super weiterverwendet werden kann. Für ein Körper- und Kopfhautpeeling brauchst du 1 Tasse getrockneten Kaffeesatz, ½ Tasse Zucker und ¼ Tasse Öl deiner Wahl – Olivenöl, Mandelöl oder Jojobaöl eignen sich gut. Vermische alle Zutaten und freu dich auf einen Energiekick mit Pflegegarantie.





Tag 32: Abschminkpads

Abschminkpads kannst du mit wenig Aufwand selber herstellen. Du brauchst ein altes Handtuch und ein altes T-Shirt, einen Becher als Schablone in der Wunschgröße für deine Abschminkpads, einen Stift und Nähzeug oder eine Nähmaschine. Stelle den Becher jeweils auf das Handtuch und das Shirt, zeichne einen Kreis und schneide diese aus. Mit einer Nadel und Faden oder einer Nähmaschine nähst du nun die beiden Kreise zusammen. Die Handtuch Seite eignet sich gut als Peeling, die feine Seite zum Entfernen von Make-Up. Sollte dir das zu aufwändig sein, kannst du auch einfach ein altes Baumwolltuch nutzen, das du in kleine Teile zerschneidest. Fertig ist das Abschminktuch. Verwende zur Reinigung Wasser oder auch Kokosöl.







Tag 33: Alte Flaschen als Seifenspender

Du hast bestimmt eine Menge alter Flaschen zu Hause, die mit einem Pumpaufsatz ganz einfach als Seifenspender oder Geschirrspülmittelspender weiter genutzt werden können. Flüssige Seifen oder Spülmittel kannst du dir in der kostBAR abfüllen und auch den Aufsatz bekommst du neuerdings bei uns. So nutzt du die Flasche, sparst Plastik und schmückst dein Bad mit einem individuellen Hingucker.

Tag 34: Kleiderhaken

In deiner Besteckschublade sind unentdeckte Schätze zu finden? Zum Beispiel alte Gabeln deiner Großeltern? Dann nutze sie für eine kleine Garderobe mit großer individueller Note. Suche also die alten Gabeln und Löffel zusammen. Außerdem brauchst du eine Bohrmaschine und eine Zange. Zuerst bohrst du ein Loch in die Gabeln, mit dem sie später an der Wand oder einem Holzstück befestigt werden. Das Loch bohrst du in die breite Fläche direkt unter den Zinken der Gabel. Mit der Zange biegst du nun die Griffe der Gabel nach vorne in Richtung der Zinken um, sodass ein Haken wie bei einer Garderobe entsteht. Nun sind die Kleiderhaken schon fertig, sehen aber vielleicht noch etwas langweilig aus. Du kannst die Zinken mit der Zange noch so verbiegen, wie es dir gefällt. Alte Holzreste eignen sich super als Garderobe. Bohre dazu einfach das umfunktionierte Besteck an und mit wenigen Handgriffen hast du eine tolle, neue Garderobe hergestellt.







Tag 35: Osternest aus Getreidekörnern

Auch für die anstehende Osterzeit haben wir noch eine simple aber schöne Idee für dich, die besonders Kindern Spaß macht. Nehme dazu Getreidekörner wie Weizen, Hafer oder Dinkel, die du sonst zum Backen benutzt und weiche sie über Nacht in Wasser ein. So können die Körner sich mit Wasser vollsaugen und sind bereit ausgesät zu werden. Dann brauchst du eine Schale oder ein Glas deiner Wahl, die du mit Erde füllst. Sie sollte nicht zu flach sein, da das Gras sonst zu schnell austrocknet. Bedecke die Erde mit deinen Körnern und nach ungefähr zwei Tagen wirst du die ersten zarten Keime entdecken. Gieße die Körner regelmäßig aber nicht zu nass, um Schimmelbildung zu vermeiden. An Ostern könnt ihr das Gras nach draußen stellen und vielleicht versteckt der Osterhase ja sogar ein Ei im Nest. Und das Beste: Du kannst das Gras nachher in deinen Garten umpflanzen. Vom Ostergras zum Superfood – aus Weizengras kannst du beispielsweise einen leckeren Weizengrassaft herstellen. Aber dazu mehr nach Ostern!

Wir hoffen, dass wir dir einige Upcycling Ideen und DIY-Inspirationen geben konnten. Du siehst, dass viele gute Gründe für das Selbermachen und Wiederverwenden sprechen. Es spart Ressourcen, oft auch Geld, es macht Spaß und du lernst viel dazu. In der kommenden und damit letzten Woche unserer #kostbaresplastikfasten Challenge widmen wir uns der Kleidung. Denn zur Zero Waste Philosophie gehört auch gebrauchte Kleidung zu bevorzugen. Die Hintergründe und teils erschreckenden Fakten gibt’s im nächsten Blogbeitrag. Stay tuned!

 
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