#kostbaresplastikfasten: Einkaufen


Wir kaufen mehr als wir wirklich benötigen, davon das meiste in Plastik verpackt. Wir entscheiden uns für die Produkte, die aus dem anderen Teil der Welt importiert werden und die Produkte, die lokal produziert werden, werden dagegen exportiert. Hier läuft offensichtlich etwas falsch. Willst du etwas verändern und ins plastikfreie Einkaufen einsteigen? Hier findest du unsere Tipps der Woche.

Tag 8: Plastikfreie wiederverwendbare Einkaufstasche

Das Mitbringen der eigenen Einkaufstasche scheint logisch – es ist nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger, als bei jedem Einkauf neue Tüten zu kaufen und sie zu Hause zu entsorgen. Falls du doch eine Tüte vergessen hast und vor Ort kaufst, werfe sie nicht sofort weg – lieber aufbewahren und wiederverwenden. Aber noch besser: Lasse ab sofort einfach immer einen Beutel in deinem Rucksack. So hast du für jeden noch so spontanen Einkauf deine Tasche dabei.

Tag 9: Einkaufsvorbereitung

Nachdem du deine Einkaufstasche nun immer parat hast, brauchst du für deinen plastikfreien Einkauf noch Gläser, Jutebeutel, Zuziehbeutel oder Netze für Obst und Gemüse. Dies wird im Supermarkt oft lose verkauft. Für den Transport zur Kasse oder nach Hause werden trotzdem Plastiktüten angeboten. Diese Tüten sind alles andere als nachhaltig. Sie werden – ähnlich wie die Einkaufstaschen – nur kurzzeitig verwendet und landen dann direkt im Müll. Deshalb bringe deine eigenen Beutel mit. Alte Einmachgläser und Aufbewahrungsgläser sind optimal für die Lagerung der Lebensmittel. Also fleißig sammeln, auswaschen und einkaufen.

Tag 10: Einkaufsplanung

Wenig Zeit, viel Hunger und schlechte Laune? Dann ist es keine gute Idee einkaufen zu gehen. In diesem Zustand schnappst du dir alles Mögliche. Spontankäufe sind fast immer in Plastik verpackt und meistens kauft man zu viel. Kein Essen für die Tonne! Deswegen: Vor dem Einkaufen besser planen. Schau in deinen Kühlschrank und deinem Vorratsregal und überlege, wo du deine benötigten Lebensmittel lose, unverpackt oder zumindest plastikfrei kaufen kannst. Notiere alles auf deiner Einkaufsliste. So vergisst du nichts und neigst weniger zu „Lustkäufen“.

Tag 11: Unverpackt einkaufen

Unverpackt einkaufen fällt manchmal schwer, da im Supermarkt fast alles in Plastik eingeschweißt ist. Aber wenn man bewusst einkauft, kann man sogar im Supermarkt jede Menge Verpackungsmüll vermeiden. Wenn es also keinen Unverpackt-Laden in deiner Nähe gibt, dann achte auf folgendes:

·       Supermärkte mit verpackungsfreier Gemüsetheke aufsuchen.

·       Fleisch, Fisch und Käse an der Theke in die eigene Dose füllen lassen.

·       Milch und Joghurt im Mehrwegglas kaufen.

·       Weniger Fertigprodukte kaufen, dafür mehr selber machen. Denn Rohstoffe wie Mehl, Zucker und Eier sind weniger in Plastik verpackt als das Fertigprodukt wie Kekse oder Gebäck.

Eine Alternative ist ein Unverpackt-Laden. Recherchiere, ob es so einen Laden in deiner Umgebung gibt. Wir freuen uns über deinen Besuch in der kostBAR-unverpackt oder in einem anderen Laden deines Vertrauens. Hier kannst du deinen kompletten Einkauf verpackungsfrei erledigen. Du sparst nicht nur Plastikmüll, sondern kaufst auch ökologisch, nachhaltig und regional ein. Denke an deine gesammelten Behältnisse und Beutel, mach dich auf den Weg zu uns oder anderen Unverpackt-Läden und erlebe das Gefühl eines plastikfreien Einkaufs.

Tag 12: Regional und saisonal Einkaufen

Erdbeeren im Winter und Wassermelone im Februar? Im Supermarkt (und sogar auf dem Markt) ist fast alles möglich. Wie gesund und nachhaltig ist das? Um den langen Transportweg überleben zu können, werden Obst und Gemüse mit Chemikalien behandelt. Der große Anteil an Vitaminen geht dabei verloren. Der Anbau in Gewächshäusern und die Lagerung sind energieintensiv. Die nachhaltigere Lösung ist, Transportwege zu verkürzen und sich regional von den Lebensmitteln der Saison zu ernähren. Du weißt nicht was Saison hat? Dann schau hier nach. Mittlerweile gibt es auch tolle immerwährende Saisonkalender, die dir nicht nur bei deiner Einkaufsplanung helfen, sondern auch deine Küche schmücken werden.

Tag 13: Wochenmarkt

Ein Wochenmarkt ist eine gute Alternative zum Supermarkt. Auf dem Markt bekommst du immer frisches Obst und Gemüse, Käse, Fleisch und andere Leckereien. Vergiss auch hier deine Beutel, Netze, Einkaufstaschen und Dosen nicht und denke an regionale und saisonale Produkte. Bevorzugst du Lebensmittel in Bio-Qualität, dann achte auf das Angebot des Marktstandes. Auf größeren Märkten gibt es oft Stände von Bioland Höfen, die ausschließlich Obst, Gemüse und Eier in Bio- oder auch demeter-Qualität verkaufen.

Tag 14: Alte Muster

14 Tage unserer #plastikfasten-Kampagne sind nun rum. Du hast deine Küche und deinen Einkauf ein Stück plastikfreier gestaltet. Toll, dass du dich auf den Weg gemacht hast und unsere Challenge als Startschuss nimmst. Nun ist es wichtig, dass du deine Erfolge fortführst, um dich in der Küche und beim Einkauf stetig etwas plastikfreier einzurichten. Eine Idee ist, dass du dir bereits am Wochenende überlegst was du in der darauffolgenden Woche kochen möchtest. So kannst du dir eine Einkaufsliste schreiben und überlegen wo du die Lebens- und Gebrauchsmittel verpackungsfrei bekommen kannst. Das spart am Ende Zeit und auch Geld – zwei Dinge, die wir doch alle gut gebrauchen können.

Wenn du diese kleinen Schritte gehst, machst du insgesamt einen großen Unterschied, denn beim Einkaufen lässt sich viel Einwegplastik vermeiden. Und vergiss nicht: Angebot=Nachfrage. Wenn es keine Nachfrage nach Plastikverpackungen gibt, wird es auch irgendwann keine mehr geben.

Nächste Woche gehen wir ins Bad. Du bekommst Tipps und Ideen für weniger Plastik in deiner Wellnessoase. Stay tuned!     zurück

 
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